Ziele

In Kursen und Seminaren sollen alte Menschen zunehmend kognitive Situationsmächtigkeit erfahren. Angesichts aufzunehmender und zu verarbeitender Informationen sollen sie sich nicht hilflos fühlen und Versagen antizipieren, sondern die Situation aktiv und selbstgewiss in der Zuversicht angehen, über geeignete ,Werkzeuge' zu verfügen. Mit deren Einsatz ist möglich, jeweils anstehende (Alltags-) Aufgaben adäquat und damit erfolgreich bearbeiten zu können.

Bei diesen Werkzeugen kann es sich nicht um Resultate einfacher Formen von Gehirnjogging handeln, wie sie beispielsweise als Zahlenmerkspiele oder Wortfindungsübungen vielfach propagiert werden. Einem ,Werkzeug' müssen kognitive und metakognitive Strategien unterliegen. Erst sie sichern die Flexibilität und vielseitige Verwendbarkeit, wie sie in der Bewältigung ganz unterschiedlicher Situationen und Durchführung unterschiedlicher Handlungen unabdingbar sind. Nur Strategien eröffnen die Möglichkeit zum universellen Einsatz: eine Leistung, die eine Vielzahl von auf dem Markt befindlichen Formen von Denktraining wegen ihrer Engführung im Ansatz wie auch wegen des ungelösten Transferproblems nicht erbringen.

Mit der Aneignung von Strategien als kognitiven Werkzeugen soll die Chance einhergehen, sie auch möglichst vielseitig erproben zu können. Die Erprobungsfelder liegen - wiederum in Abhebung zu Gepflogenheiten üblicher Denkgymnastik - im konkreten Alltag, dem unmittelbaren Lebens- bzw. Lernumfeld älterer Menschen. Damit werden die motivationale Anregung zu Problemlösen gefördert und der Transfer des Gelernten in die Alltagspraxis geübt.

 

Link zur Druckversion dieser Seite  Seite ausdrucken

 

© KBE