Ausgangssituation

Im Konzept des Lebenslangen Lernens spielt die Weiterbildung älterer Menschen eine zunehmend zentrale Rolle. Dies begründet sich u.a.

  • aus einer Sicht vom Menschen, die das Eigenrecht jeder Lebensphase betont und jeweils volle Partizipationsmöglichkeiten gewährleistet sehen will,
  • durch die weiter steigende Lebenserwartung und das Erfordernis, das Leben bis ins hohe Alter hinein so weit als möglich selbstbestimmt gestalten zu können,
  • durch erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten Älterer in der nachberuflichen Phase, im ehrenamtlichen Engagement und als Senior-Experten, die nach plausiblen Konzepten der kompetenzorientierten Weiterbildung verlangen,
  • durch die Digitalisierung des Alltags (z.B. mit Fahrkarten- und Geldautomaten, Online-Buchungsmaschinen und Selbstbedienungskassen etc.), vor denen Ältere (aber durchaus nicht nur Ältere) dann zurückschrecken, wenn sie nicht über ausreichendes Strategiewissen zur Verarbeitung neuer Informationen verfügen.

Bislang antwortet die Weiterbildungspraxis auf diesen Bedarf mit Trainingsangeboten, die ,geistige Beweglichkeit´ebenso wie psychomotorische Fähigkeiten im allgemeinen zu erhalten oder gar zu verbessen suchen. Inwieweit damit aber die Fähigkeit zur Nutzung neuer Informationen im Alltag tatsächlich posititv beeinflusst wird, inwieweit Einsicht in Grundstrukturen, Wissen um Zusammenhänge aufgebaut werden, bleibt dabei häufig ungeklärt.

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