Das Konzept

Klassische Konzepte der Kurs- und Seminararbeit bewirken wenig, wenn sie lediglich Wissen vermitteln oder Handlungsroutinen einüben, aber die entscheidende Fähigkeit nicht entwickeln, nämlich zu lernen, wie man lernt, das heißt: wie man Probleme selbstständig löst.Genau dies ist der Ansatz metakognitiv fundierten Lernens. Das Forschungsprojekt KLASSIK (Förderung kognitiver Leistungsfähigkeit im Alter zur Sicherung und Steigerung der Informationsverarbeitungskompetenz) konnte schon vor mekoFUN® zeigen, dass Lernende dann einen erheblichen Leistungsgewinn erzielen, wenn sie bei der Lösung von Lernaufgaben ihre latent vorhandenen Fähigkeiten zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Lern- und Arbeitsschritte explizit und konsequent zum Einsatz bringen. Dieser Ansatz sollte bei mekoFUN® im Rahmen der Grundbildung vertieft angewendet und seine Effizienz bei der Zielgruppe der Geringqualifizierten in einem quasi-experimentellen Design getestet werden.Die zu überprüfende These lautete:Metakognitiv fundiertes Lernen bietet sich besonders für Lernende mit biografisch bedingten Lernblockaden an, weil

• davon auszugehen ist, dass deren Lernschwächen auch aus dem Fehlen geeigneter Denk- und Lernstrategien resultieren,

• erst metakognitiv fundiertes Lernen stabile und dabei überschaubare Grundlagen für die systematische Herangehensweise an Lernaufgaben zur Verfügung stellt und – was für die benannte Zielgruppe besonders wichtig ist – auch bei eher suboptimalen Ausgangsbedingungen Lernerfolge erzielen lässt und

• damit längerfristig Lernzuversicht generiert wird.

Stabile Lernzuversicht erweist sich ihrerseits als Gegengewicht gegen die fatale Tendenz, bei der Lösung von Lernaufgaben vorzeitig abzubrechen.Der hier vertretene Ansatz zeigt sich damit als geeignet, ungünstige Lernbiografien zum Positiven hin zu verändern.

 

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