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Bundesweit wurden rund 30 Weiterbildungskurse eingebunden. Insgesamt nehmen knapp 350 ältere Menschen zwischen 50 und 90 Jahren teil. Gut die Hälfte davon wurde in der Anwendung metakognitiver Denktechniken trainiert. Dieser "Versuchsgruppe" stand eine ebenso große Vergleichsgruppe gegenüber, in der ohne spezielles Training entsprechend dem Denkprogramm KLASSIK gearbeitet wurde.

Beide Gruppen absolvierten den gleichen Eingangstest, der aus Aufgaben auf vier  unterschiedlich hohen Anforderungsniveaus bestand. Am Ender der Kurse wurde in beiden Gruppierungen wiederum ein für beide gleicher Test durchgeführt. Damit ließ sich zeigen, ob diejenigen, die mit dem Denkprogramm KLASSIK trainiert wurden, im Endtest insgesamt besser abschneiden als die nicht speziell Trainierten. Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Nach dem Training sieht es in den Versuchsgruppen bereits nach der ersten Trainingseinheit deutlich besser aus. Die Trainierten erreichen im Durchschnitt eine ziemlich hohe Fähigkeit zur Problembewätligung. Sie haben den entscheidenden Sprung in den oberen Niveaubereich geschafft. Den nicht Trainierten dagegen gelingt dieser Sprung nicht, sie bleiben im Durchschnitt weiterhin mit ihrer Leistung im unteren Bereich.
  • Die Folgeerhebung nach einer zweiten Denktrainingsphase zeigt, dass die Versuchsgruppe in ihrer Fähigkeit, schwierige Problemne gut zu lösen, mit 51 % weiter in starkem Maß davonzieht. Sie lässt die Vergleichsgruppe mit nur 16 % weit hinter sich. In dieser Testphase wurden die Aufgaben angereichert durch eine Menge unübersichtlicher Einzelinformationen - Informationsflut, wie wir sie alle täglich erleben.

Das Denkprogramm KLASSIK ist nicht auf die Arbeit mit Älteren beschränkt. Sein Prinzip ist so grundlegend, dass es von jedem und in ganz unterschiedlichen Kontexten angewendet werden kann: etwa von Schülern im Unterricht, von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz oder ganz einfach von jedem in seinem Alltag - zumal dann, wenn die Herausforderungen schwieriger sind.

Insbesondere ist KLASSIk zur Arbeit mit lernschwächeren Adressaten geeignet. Die aufwändigen Begleituntersuchungen zeigten, dass gerade diese Zielgruppe überproportional vom Denktraining KLASSIK profitiert. Dieser Befund ist nicht nur deshalb hoch bedeutsam, weil er zeigt, dass sich Investitionen in gute Bildung der sog. "bildungsfernen" Gruppen lohnen; er ist auch plausibel: Denk- und Lernanstrengungen werden gerade von denjenigen eher vermieden die im Verlaufe ihres Lebens keine oder zu geringe Chancen hatten, sich effektive Lernstrategien zuzulegen. Die positive Botschaft von KLASSIK: Um dies nachzuholen, ist es nicht zu spät! Nicht das Lebensalter oder der früher einmal erworbene Schulabschluss entscheidet über die Chance, den Forderungen der Informationsgesellschaft gewachsen zu sein, sondern das gut eingeübte Repertoire von Denktechniken und -strategien.

 

 

 

 

 

 

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