"Neue Wege in der ethischen Bildung - Blended-Learning-Konzepte in der Erwachsenenbildung"

Diesem Thema widmete die KBE in den Jahren 2004 bis 2006 drei Fachtagungen. Unter Beteiligung renommierter WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen betrachteten wir die Erwachsenenbildung als „Kommunikationsraum für Wertkonflikte in der pluralen Gesellschaft“ (so Udo Schmälzle, 2005).

 

Prof. Joas referiert zum Thema "Wertbindung und Kontingenz - Bedingungen und Chancen der Wertevermittlung in der Gegenwart" (2005)

Angesichts einer immer stärkeren Aufsplitterung der Gesellschaft in unterschiedliche soziale Milieus sah der Erfurter Philosoph Hans Joas in 2005 ein wachsendes Bedürfnis zur Klärung ethisch relevanter Fragestellungen. Joas erteilte der Verfallsthese, nach der es in Deutschland einen generellen Werteverlust gebe, eine deutliche Absage. Gestiegene Wahlmöglichkeiten wiesen auf einen gesteigerten Abstimmungsbedarf hin, der im Idealfall neue Werte generiere. So steige Empathie dadurch, dass man in weit stärkerem Maße als in stabilen Milieus gezwungen sei, fremde Überzeugungen kennen zu lernen und sich auf Umgangsweisen innerhalb pluralistischer Lebens- und Gesellschaftsentwürfe zu verständigen.

Manuela Pietraß (derzeit: Universität der Bundeswehr München) und Heino Apel vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung schlugen in 2004 und 2005 die Brücke zum Internet als neuem Instrumentarium für Universität und Erwachsenenbildung und unterzogen Blended Learning einer kritisch positiven Analyse.
Das Forschungsinstitut für Philosophie wirkte an der Gestaltung der Tagungen mit und präsentierte in 2005 die Ergebnisse der Begleitforschung zum Treffpunkt Ethik Projekt.

Zum Abschluss werden die Themen der Tagung in einer Podiums- und Plenumsdiskussion zusammengeführt (2005)

 

Die Tagung 2006 in Münster stand ganz im Zeichen der Praxis in der Erwachsenenbildung

Plenum im Franz Hitze Haus in Münster 2006
Sechs DozentInnen aus der Erwachsenenbildung präsentierten erfolgreiche Best-Practice-Kurse und boten einen Einblick in ihre Arbeit mit verschiedenen Themenfeldern und Zielgruppen. Das Angebot reichte von Qualifizierungsseminaren für DozentInnen über Kurse zur Palliativmedizin, Medienerziehung und Erfahrung von Spiritualität im Alltag.

Das Institut für Bildung und Medien lud VerlagsredakteurInnen zu Workshops ein und rundete das Programm mit Multimediapräsentationen und Einsatzempfehlungen von DVD’s in der Erwachsenenbildung ab.

Link zur Druckversion dieser Seite  Seite ausdrucken

 

© KBE