Fachtagungen

Im Rahmen des Projekts „lebens-wert? Lernort Gemeinde“ wurden zwei bundesweite Fachtagungen durchgeführt.

Die Veranstaltungen haben mit dazu beigetragen, die Fachöffentlichkeit (fast 200 Teilnehmende) am Diskussions- und Entwicklungsprozess zu beteiligen und damit zugleich einen Anstoß zu Kooperation und Vernetzung zu geben. Mit der Dokumentation beider Veranstaltungen wollen wir Gelegenheit zur Nachlese bieten und gleichzeitig eine noch breitere Öffentlichkeit erreichen, damit der "Funke" von "Lernort Gemeinde" überspringt und an möglichst vielen weiteren Orten zündet!




Fachtagung "L(i)ebens-wert! Lernort Gemeinde. ..."

Interner LinkEinladung und Programm

Dokumentation

Die Beiträge der Fachtagung wurden von den ReferentInnen für die Dokumentation noch einmal überarbeitet, z.T. auch ergänzt und erweitert. Wir danken allen Mitwirkenden! (Stand: März 2007)

Zum Download haben wir für Sie bereitgestellt

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

Einzelbeiträge der Fachtagung (Übersicht)

Photo: KBE

"Lernort Gemeinde": ein neues Format institutioneller Erwachsenenbildung?

– Dokumentation der Perspektiv-Werkstatt (Fachtagung) am 5./6.6.2008 im KSI in Bad Honnef–


Interner LinkDirekt zur Download-Übersicht der Tagungsbeiträge!


Aufbruchstimmung gehörte zu den wesentlichen Merkmalen der Perspektiv-Werkstatt „ ‚Lernort Gemeinde’ ...", gespannte Aufmerksamkeit, engagierter Erfahrungsaustausch und theoretische Diskussionen auf hohem Niveau. Die zweite Fachtagung des KBE-Projektes „lebens-wert? Lernort Gemeinde“, zu der sich rund 100 Teilnehmende aus Weiterbildungseinrichtungen und –verbänden sowie aus Politik und Verwaltung angemeldet hatten, war bewusst nicht als „Abschlusstagung“, sondern als Perspektiv-Werkstatt konzipiert. Im Zentrum standen Zwischenergebnisse aus der Projektarbeit auf Bundes- und auf Standortebene, unterschiedliche, den lokalen Gegebenheiten angepasste Varianten der Konzeptrealisierung, ein reicher Erfahrungsschatz und mit der Frage nach den Charakteristika des Formats „Lernort Gemeinde“ auch die nach den Möglichkeiten, die sich damit für die Weiterbildung auftun, nach Voraussetzungen, Auswirkungen und Grenzen seiner Übertragung.

Wie das Gesamtprojekt war die Perspektiv-Werkstatt auf Partizipation und Teilhabe, einem der zentralen Werte von Lernort Gemeinde ausgelegt. „Honig saugen und Honig spenden“ lautete dementsprechend das Motto, unter welchem die Tagungsteilnehmenden, spürbar engagiert, aus ihren jeweiligen Blickwinkeln die Zukunftsfähigkeit von „Lernort Gemeinde“ ausloteten und zugleich mit viel Anerkennung, kritischen Fragen, eigenen Anregungen und weiterführenden Hinweisen förderten. Es war, als sei ein wenig von der „Erotik des Lernens“, die ein Teilnehmer in der Lernwerkstatt erfahren hatte, nun auch auf die Fachtagung „übergeschwappt“.

Die Dokumentation, auf nachdrückliches Bitten vieler Tagungsteilnehmenden entstanden, ist zugleich als Dank an alle Mitwirkenden und als Anregung gedacht: Sie richtet sich an all jene Weiterbildner(innen) und Weiterbildungseinrichtungen, die auf der Suche sind nach zukunftsfähigen Konzepten für die eigene Arbeit vor Ort in ihren Gemeinden und die sich öffnen (wollen) für alltagsgebundene werteorientierte Ansätze eines Lernens im Lebenslauf, von denen sich an den sieben Projektstandorten Menschen aus unterschiedlichsten sozialen Milieus und verschiedensten Generationen (haben) ansprechen lassen.

In der Dokumentation finden sich Beiträge der Fachtagung zu Praxis und Theorie von „Lernort Gemeinde“: eine Einführung in Hintergründe, Grundlinien und Strukturen des Projektes (Mörchen) neben u.a. dem redaktionell überarbeiteten Transkript einer Interviewrunde mit Projektbeteiligten, die Konturen der Praxis von "Lernort Gemeinde" herausarbeitet (Schüßler-Interviews) und einem theoretischen Deutungsangebot mit Ausführungen u.a. zu den zentralen Eckpunkten des Formats „Lernort Gemeinde“ (Schäffter) – angereichert mit Kommentaren von drei Bildungspraktikern (Behringer, Bergold, Nagel). Die Leser(innen) erfahren, weshalb und wie die Frage „Was ist mir etwas wert und was ist es mir wert?“ standortübergreifend zu einer zentralen Schlüsselfrage geworden ist, warum (mindestens!) eine Kollegin davon überzeugt ist, dass es nach „Lernort Gemeinde“ kein „zurück“ mehr geben kann, welche Bedeutung das BMBF dem Projekt beimisst (Schubert)  – und schließlich auch, wie ein Professor dazu kommt, „Lernort Gemeinde“ mit Hilfe der ARD-Tatort-Serie zu erklären (Schäffter).

Keine "Perspektiv-Werkstatt" ohne die Gretchen-Frage: "(Wie) Kann die begonnene Projektarbeit an den Standorten von 'Lernort Gemeinde' nach Auslaufen der Projektfördermittel fortgesetzt werden: welche materielle Basis gibt es dafür?" Zu den eher unkonventionellen Konzepten und Ansätzen, die in der Perspektiv-Werkstatt von Lernort Gemeinde vorgestellt worden sind, gehören auch zwei Finanzierungsmodelle. Übernimmt in dem einen Standort die Kommune die Weiterfinanzierung (Lingen/ Holthausen-Biene: 3 Jahre), ist es an einem anderen Standort die Bildungseinrichtung (Reutlingen: 2 Jahre), Personalkosten jeweils inklusive. An einem dritten zukunftweisenden Modell arbeitet gerade das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Es setzt, wie dessen Vertreter, Eugen Gehlenborg, in einer Diskussion zum Abschluss der Perspektiv-Werkstatt anklingen ließ, an den Fördermodalitäten an, denn: „Solche Edelsteine [wie Lernort Gemeinde] brauchen nun noch die richtige Fassung!“

Ein herzliches DANKE an an unsere Förderer,
das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Ref. 325 "Strukturen und Entwicklung der Weiterbildung") und an das Kath. Soziale Institut (KSI) in Bad Honnef; letzteres war unser Kooperationspartner.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Rückmeldungen!
Kontakt (Projekt-/Tagungsleitung):  Interner Linkannette.moerchen@t-online.de

Ankündigung
Zum Abschluß des KBE-Projektes "Lernort Gemeinde" wird im ersten Quartal 2009 eine eigene Publikation erscheinen.

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