Zum Konzept


„lebens-wert? Lernort Gemeinde“ orientiert sich an Leitprinzipien wie Partizipation und Selbstbestimmung, Reflexivität, Kompetenz-, Erfahrungs- sowie Netzwerkorientierung, die für die Zukunft der Gemeinden immer wichtiger werden. Passend dazu ist das Projekt auf verschiedenen Ebenen angelegt – mit jeweils eigenen Aufgabenstellungen und speziell darauf abgestimmten innovativen Lern-/ Lehrsettings:


 

ErwachsenenbildnerInnen lernen Entwicklungsbegleitung
Eine sechsteilige Lernwerkstatt der KBE führt 14 ErwachsenenbildnerInnen auf Bundesebene zusammen, je zwei aus sieben Interner LinkWeiterbildungseinrichtungen. Modellhaft als „Möglichkeitsraum“ angelegt und von zwei erfahrenen Begleiterinnen selbstorganisierter Lernprozesse (SOL) moderiert, setzt sie an den Fragen der mitwirkenden EB-Tandems an und fo(e)rdert zugleich die Nutzung der eigenen Potenziale der Lerngruppe. So bietet die Lernwerkstatt die Gelegenheit, im Diskurs mit KollegInnen und externen Fachleuten erste eigene Erfahrungen mit dem SOL-Ansatz zu sammeln, das „lebens-wert? …“ – Konzept an die jeweiligen örtlichen Bedingungen anzupassen, sich kollegial zu beraten und einen reflexiven Austausch über das in der Praxis Erlebte zu beginnen.

EB-Tandems begleiten Projekt-InitiatorInnen
Mit ihrem Angebot einer Projektwerkstatt vor Ort zielen die EB-Tandems auf nachhaltige werteorientierte Engagementförderung und die Gewinnung von MultiplikatorInnen als Projekt-InitiatorInnen: Den Fokus auf die eigene Gemeinde richtend regen sie an, gemeinsam mit anderen den Alltagstrott zu unterbrechen und sich mit selbstgewählten „Lernorten“ wie „Arbeitslosentreff“, „Künstleratelier“ oder „Hospiz“ auseinanderzusetzen. Die ErwachsenenbildnerInnen unterstützen hier dabei, Werte- und Sinnvorstellungen zu entwickeln und zu überprüfen und Impulsen für persönliches Engagement zu folgen. Die Projektwerkstatt wird so zu einem schützenden Rahmen für die Arbeit an eigenen Projektideen sowie für die Aneignung und Erweiterung von Gestaltungskompetenz.

Projekt-InitiatorInnen setzen eigene Projektideen um
In der Praxis, vor Ort an den Lernorten Gemeinde(n), stellt sich den Projekt-InitiatorInnen bei der Realisierung ihrer Vorhaben eine Vielzahl von Herausforderungen: Gewinnung von MitstreiterInnen, Zuständigkeiten, Paragraphen, Widerstände wie „Es war immer so“, Konkurrenzen u.ä. Hier bietet sich ihnen die Chance zu problem- und lösungsorientiertem Lernen. Den notwendigen Rückhalt bietet die Begleitung durch die ErwachsenenbildnerInnen und das kollegiale Netzwerk. 

Dialog, Austausch und Ergebnisse
Wie die Lern-/Lehrarrangements ist das Projekt insgesamt auf  bundesweite(n) Dialog, Austausch, Vernetzung und damit auf  Synergieeffekte und Transfer angelegt:

  • Am Runden Tisch, einer Art „Think tank“, kommen Projektverantwortliche und VertreterInnen der Lernwerkstatt mit externen ExpertInnen verschiedenster Disziplinen und Einrichtungen zusammen. Das Know how zu Schwerpunktthemen ist hier ebenso gefragt wie ein Feed back zum Projektkonzept sowie Ideen und Anregungen für das weitere Vorgehen. 
  • Die breite Fachöffentlichkeit beteiligt das Projekt am Diskussions- und Entwicklungsprozess durch Veröffentlichung wichtiger Fachbeiträge u.ä. im Internet, Einladung von KollegInnen zu offenen Fachtagungen und gezielte Mitwirkung in Foren anderer bundesweiter Träger(verbünde). VertreterInnen der allgemeinen Erwachsenenbildung werden hier ebenso angesprochen wie RepräsentantInnen des ehrenamtlichen bzw. freiwilligen Engagements und der „Lernorte Gemeinde“. 
    >> Zu den Dokumentationen der 1. Fachtagung und der Perspektiv-Werkstatt (2. Fachtagung)

Zum Abschluss werden als Ergebnis die im Projekt entwickelten und erprobten Ansätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst. Als zentrale Bestandteile wird es konzeptionelle Ansätze für die Gestaltung innovativer Lern-/ Lehrarrangements für ErwachsenenbildnerInnen und lokale Projekt-InitiatorInnen enthalten, Handlungsempfehlungen und konkrete Beispiele (Erfahrungsberichte) zur Erschließung von Lernorten Gemeinde.
Und vor Ort – so die Vision – ist am Ende der „Funke übergesprungen“: immer mehr Menschen beginnen sich in „ihrer“ Gemeinde zu engagieren – die Konturen einer aktiven lernenden Gemeinde zeichnen sich ab.

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